Smart Home und vernetzte Geräte

KI-Sprachassistent wie Alexa+: Kosten und Datenschutz prüfen

Dein smarter Lautsprecher bietet dir ein Upgrade auf einen KI-gestützten Assistenten an, etwa Alexa+ von Amazon. Bevor du die Einladung annimmst, lohnt sich ein ruhiger Blick auf drei Fragen: Was kostet das nach der Gratisphase, welche Daten nutzt der Assistent, und kommst du zur bisherigen Version zurück?

eu. infopoint · Mit KI-Unterstützung erstellt · Quellen geprüft am

Smarter Lautsprecher mit Lichtring ohne Logo auf einem Küchentresen neben einer Obstschale im Morgenlicht
KI-generiertes Bild; kein realer Vorfall und keine echte Benutzeroberfläche.
Für wen
Alle mit einem smarten Lautsprecher oder Display
Zeitbedarf
20 Minuten
Schwierigkeit
leicht
Du brauchst
App des Anbieters, Zugang zum Kundenkonto, Abo-Übersicht
Gilt für
DE, AT, CH; Anbieterangaben Stand Juli 2026

Das Wichtigste zuerst

  • Notiere vor dem Umstieg, was das Upgrade nach der Gratisphase kostet und ob es an ein anderes Abo wie Prime gebunden ist.
  • Lege in der App fest, ob und wie lange Sprachaufnahmen gespeichert werden, und sichere Bestellungen per Sprache mit einer PIN.
  • Kläre vorher, wie du zur bisherigen Version zurückkommst.

Was ändert sich, wenn dein Sprachassistent KI bekommt?

Ein Sprachassistent startet meist nach einem Aktivierungswort oder einem Tastendruck. Deine Sprache wird in Text umgewandelt und der Befehl verarbeitet, laut BSI häufig in der Cloud statt auf dem Gerät.

Bei KI-Versionen wie Alexa+ ändert sich vor allem das Gespräch: Laut Amazon braucht Alexa+ das Aktivierungswort nicht bei jedem Gespräch erneut. Das Upgrade ist damit mehr als ein Software-Update. Es kann neue Kosten und neue Einstellungen bringen. Die Prüffragen hier gelten auch für andere Anbieter.

Was kostet Alexa+ nach der Gratisphase?

Amazon hat Alexa+ in Deutschland am 7. Mai 2026 als Early Access gestartet, also als frühe Phase mit Einladung. In dieser Phase ist Alexa+ kostenlos. Danach nennt Amazon für Kundinnen und Kunden ohne Prime-Abo 22,99 Euro im Monat. Prime-Mitglieder sollen Alexa+ ohne zusätzliche Kosten nutzen können.

Zugang gibt es laut Amazon mit einem neuen Echo-Gerät oder per Einladung, für die du dich mit einem kompatiblen Gerät registrierst. Ein Enddatum der Gratisphase nennt Amazon nicht. Lies deshalb in Einladung und Bedingungen nach, ab wann du zahlst.

Alexa+ in Europa laut Amazon (Angaben bis Juli 2026)
LandEarly AccessPreis ohne Prime danachMit Prime
Deutschlandseit 7. Mai 202622,99 Euro im Monatohne Zusatzkosten
Österreichauf Amazons Early-Access-Listenicht genanntnicht genannt
Schweiznicht auf der Liste––
Frankreichseit 26. Mai 202622,99 Euro im Monatinklusive
Italienseit 15. April 202622,99 Euro im Monatinklusive
Spanienseit 23. April 202622,99 Euro im Monatinklusive

Tipp: Nutzt du Alexa+ über Prime, hängt das Upgrade an diesem Abo. Willst du Prime später kündigen, rechne den Preis ohne Prime gleich mit ein.

Wie du eine Gratisphase im Blick behältst, steht in Gratis-Test vor dem Abschluss prüfen. Den Weg aus einem Abo zeigt Abo online kündigen.

Wie sieht die Entscheidung im Alltag aus?

Fiktives Beispiel: Jonas in Freiburg nutzt seinen Echo in der Küche für Radio, Timer und das Licht im Flur. Er erhält eine Einladung zu Alexa+. Jonas hat Prime, will es im Frühling aber vielleicht kündigen. Er notiert: in der Testphase gratis, ohne Prime später 22,99 Euro im Monat.

In der Alexa-App prüft er, wie lange seine Sprachaufnahmen gespeichert werden und ob sich Bestellungen per Sprache mit einer PIN absichern lassen. Er schreibt seine drei Routinen auf und fragt beim Kundenservice, wie er zur bisherigen Alexa zurückkommt. Erst dann sagt er zu.

Welche Daten nutzt der Assistent und was kannst du einstellen?

Laut Amazon kannst du im Alexa-Datenschutzportal oder in der Alexa-App deine Interaktionen mit Alexa+ prüfen und verwalten. Dort lassen sich Aufnahmen anhören, geteilte Anhänge kontrollieren und festlegen, ob und wie lange Sprachaufnahmen gespeichert werden. Mikrofon und Kamera kannst du ausschalten. Eine Leuchtanzeige zeigt, wann Anfragen an die Amazon-Cloud gehen.

Das BSI rät bei smarten Lautsprechern allgemein:

  • gespeicherte Daten regelmässig ansehen und bei Bedarf löschen
  • kritische Sprachbefehle und Bestellungen nur nach PIN oder Passwort ausführen lassen
  • wenn möglich Sprachprofile für jede Person im Haushalt einrichten
  • das Gerät nicht am offenen Fenster aufstellen, wenn es ein smartes Türschloss steuert
  • smarte Geräte in einem eigenen WLAN betreiben, getrennt von Laptop und Handy

Laut BSI fehlen bei den meisten Anbietern verlässliche Erkenntnisse zu Verschlüsselung, Serversicherheit und Datenumgang. Wie du dein Heimnetz aufteilst, erklärt WLAN zu Hause prüfen.

Kommst du zur bisherigen Version zurück?

Amazons Ankündigungen für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Grossbritannien beschreiben nicht, wie du von Alexa+ zur bisherigen Alexa wechselst. Das heisst nicht, dass es keinen Weg gibt. Du solltest ihn aber kennen, bevor du umsteigst.

  1. Notiere Routinen, Wecker, Listen und verbundene Smart-Home-Geräte.
  2. Frage beim Kundenservice, ob ein Wechsel zurück möglich ist und was mit deinen Einstellungen geschieht.
  3. Teste in den ersten Tagen deine wichtigsten Alltagsbefehle.

Prüfe auch, welche Geräte ohne Sprachbefehl per App oder Schalter funktionieren. Grundlagen findest du in Smart Home starten.

Welche Rechte hast du an deinen Sprachdaten?

In der EU gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Nach Art. 15 DSGVO kannst du Auskunft verlangen, welche Daten ein Unternehmen über dich speichert, wozu und an wen es sie weitergibt. Laut Verbraucherzentrale ist die Auskunft kostenlos und muss innerhalb eines Monats kommen. Die Kopie kann eine schwer lesbare Rohdatenliste sein.

Die DSGVO kennt auch ein Recht auf Löschung, etwa nach dem Widerruf einer Einwilligung. Musterbriefe dafür bietet die Verbraucherzentrale an; schneller geht es oft im Datenschutzportal des Anbieters.

Sprachdaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
LandRechtsgrundlageErster Schritt
DeutschlandDSGVODatenschutzportal des Anbieters; sonst Auskunft nach Art. 15 DSGVO, etwa mit dem Musterbrief der Verbraucherzentrale
ÖsterreichDSGVOwie in Deutschland
SchweizDatenschutzgesetz des Bundes (DSG), gilt seit 1. September 2023; die DSGVO gilt nicht automatischDatenschutzportal des Anbieters; Hinweise des EDÖB zu KI und Datenschutz

Laut dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) ist das DSG direkt auf KI-gestützte Datenbearbeitungen anwendbar. Wer mit einem Sprachmodell kommuniziert, hat das Recht zu erfahren, ob und inwieweit er mit einer Maschine korrespondiert.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Häufige Fehler

  • Die kostenlose Testphase für den Dauerpreis halten.
  • Prime kündigen, ohne daran zu denken, dass Alexa+ dann 22,99 Euro im Monat kosten kann.
  • Bestellungen per Sprache ungeschützt lassen, obwohl Kinder oder Gäste mit dem Gerät sprechen.
  • Die Speicherdauer der Sprachaufnahmen nie ansehen.
  • Umsteigen, ohne Routinen zu notieren und den Weg zurück zu kennen.

Deine Checkliste

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Häufige Fragen

Was kostet Alexa+ in Deutschland?

Während des Early Access, der in Deutschland am 7. Mai 2026 begonnen hat, ist Alexa+ laut Amazon kostenlos. Danach nennt Amazon 22,99 Euro im Monat für Kundinnen und Kunden ohne Prime-Abo. Prime-Mitglieder sollen Alexa+ ohne zusätzliche Kosten nutzen können. Prüfe in deiner Einladung und in den Bedingungen, ab wann der Preis für dich gilt.

Gibt es Alexa+ in der Schweiz?

In Amazons Liste der Länder mit Early Access (Stand 21. Juli 2026) steht die Schweiz nicht. Genannt werden unter anderem Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Spanien. Kommt Alexa+ in die Schweiz, gilt dort das Schweizer Datenschutzgesetz, nicht automatisch die DSGVO. Prüfe dann die Bedingungen, die Amazon für die Schweiz festlegt.

Kann ich von Alexa+ zur alten Alexa zurück?

Amazons Ankündigungen für Deutschland und andere europäische Länder beschreiben keinen Weg zurück. Frag deshalb vor dem Umstieg beim Kundenservice nach, ob ein Wechsel möglich ist und was mit Routinen und Einstellungen passiert. Notiere dir die Antwort und das Datum, bevor du die Einladung annimmst.

Quellen und weiterführende Informationen

Primärquellen von Behörden, Verbraucherschutz und Anbietern. Eine Quelle kann in einer anderen Sprache vorliegen; massgeblich sind die Hinweise für deinen Dienst und deinen Wohnort.

  1. Amazon: Alexa+ startet in Deutschland im Early AccessQuellenstand:
  2. Amazon: Alexa+ – Verfügbarkeit und Preise (englisch)Quellenstand:
  3. BSI: Smart Speaker – So nutzen Sie den (Sprach-)Assistenten sicherQuellenstand:
  4. Verbraucherzentrale: Datenauskunft – so erfahren Sie, was Unternehmen über Sie wissenQuellenstand:
  5. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung)Quellenstand:
  6. EDÖB: KI und DatenschutzQuellenstand: