«Fünfzig Prozent weniger» kann eindrucksvoll klingen. Ohne Ausgangszahl bleibt aber offen, wie gross der Unterschied tatsächlich ist. Dieser Rechner zeigt beide Sichtweisen anhand deiner Eingaben. Er bewertet keine Studie und sagt nicht voraus, wie ein Medikament bei dir wirkt.
Dein Werkzeug
Deine Eingaben werden von diesem Werkzeug nicht versendet. Sie bleiben in dieser geöffneten Seite.
Nur Personenanteile mit demselben Ereignis und Beobachtungszeitraum vergleichen; keine Mehrfachereignisse oder Personenjahre eingeben.
Zuerst das Ereignis bestimmen
Die Eingabe zählt Menschen, bei denen ein klar definiertes Ereignis mindestens einmal eingetreten ist. Das kann in einer echten Studie ein günstiges oder ein ungünstiges Ergebnis sein. Beide Gruppen müssen sich auf dasselbe Ereignis und einen vergleichbaren Beobachtungszeitraum beziehen. Wiederholte Ereignisse pro Person und Personenjahre passen nicht in dieses einfache Modell.
Gruppengrössen nicht überspringen
Trage die Gesamtzahl der Menschen und die Zahl mit Ereignis für Gruppe A und B ein. Die Gruppen dürfen unterschiedlich gross sein. Ereignisse können nicht mehr sein als Personen, und Gruppengrössen dürfen nicht null sein. Der Rechner verlangt deshalb ganze Zahlen und weist unpassende Werte zurück, statt ein scheinbar sinnvolles Ergebnis zu erzeugen.
Ein fiktives Beispiel auseinandernehmen
Stell dir 20 Ereignisse unter 1'000 Menschen in A und zehn unter 1'000 Menschen in B vor. Die Anteile betragen zwei und ein Prozent. B minus A ergibt minus einen Prozentpunkt. Bezogen auf die zwei Prozent in A sind es fünfzig Prozent weniger. Beide Angaben beschreiben dieselben erfundenen Daten, aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Vorzeichen und Bezugsgruppe lesen
Der absolute Unterschied wird immer als B minus A angezeigt. Ein Minus bedeutet weniger Ereignisse in B; ob das gut ist, hängt vom Ereignis ab. Die relative Veränderung lautet Anteil B geteilt durch Anteil A, minus eins, mal hundert. Gibt es in A kein Ereignis, ist dieser Quotient nicht definiert. Das Werkzeug erfindet dann keinen Prozentwert.
Die Grenzen einer Rechnung erkennen
Eine korrekt gerechnete Differenz beweist weder Ursache noch statistische Sicherheit. Das Werkzeug berechnet keine Konfidenzintervalle und beurteilt keine Verzerrungen, Abbrüche oder Unterschiede zwischen den Teilnehmenden. Auch ein Zusammenhang aus einer Beobachtungsstudie wird dadurch nicht zum Behandlungseffekt. Für reale Studien gehören Methodik, Vergleichsgruppe, Zeitraum und Unsicherheit immer zur Interpretation.
Häufige Fragen
Kann ich damit durchschnittliche Gewichtsabnahmen vergleichen?
Nein. Dieses Werkzeug rechnet mit Personenanteilen bei einem Ereignis, nicht mit durchschnittlichen Kilogramm oder mittleren Gewichtsänderungen.
Warum steht bei null Ereignissen in A kein relativer Wert?
Eine Division durch null ist nicht definiert. Die absoluten Anteile und ihre Differenz können trotzdem angezeigt werden.




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