Mit fünf wichtigen Konten beginnen
Fiktives Beispiel: Mara findet auf ihrem Kontoauszug eine Abbuchung, erinnert sich aber nicht an die verwendete Anmeldeadresse. Ihre E-Mails liegen in drei Postfächern. Statt jeden Dienst gleichzeitig aufzulisten, beginnt sie mit Hauptmail, Mobilfunk, Cloud-Speicher, einem Abonnement und einem häufig genutzten Shop. Diese begrenzte Auswahl liefert bereits einen Nutzen. Das Inventar wächst bei Bedarf; es muss nicht am ersten Abend vollständig werden.
Felder wählen, die eine Entscheidung erleichtern
Für jeden Dienst reichen zunächst Name, offizieller Einstieg, Zweck, Anmeldeadresse und Prüfdatum. Ergänze die Anmeldeart: eigenes Passwort, Passkey oder Anmeldung über ein anderes Konto. Beim Wiederherstellungsweg kann ein Status wie «Ersatzadresse geprüft» genügen. Eine Notiz «jährliches Abo, Kündigung im Anbieterbereich» ist hilfreich; eine vollständige Kreditkartennummer wäre unnötig. Verwende verständliche Bezeichnungen, die du auch nach Monaten erkennst. Eine Zeile soll zeigen, was zu tun ist, nicht alles sammeln, was du wissen könntest.
Verknüpfungen sichtbar machen
Wenn du dich bei einem Dienst über ein anderes Konto anmeldest, vermerke diese Abhängigkeit. So erkennst du vor einer Kontoschliessung, welche weiteren Zugänge betroffen sein könnten. Die Übersicht verknüpfter Apps im jeweiligen Hauptkonto kann beim Abgleich helfen. Bei Google ist das Entfernen einer Anmeldeverknüpfung nicht gleichbedeutend mit der Löschung der Daten beim anderen Dienst. Unterscheide deshalb die Aufgaben «Verbindung prüfen», «alternative Anmeldung einrichten» und «Konto beim Anbieter schliessen» sauber voneinander.
Ein privates Dokument bleibt schützenswert
Auch ohne Passwörter kann die Liste viel über dich verraten: verwendete Gesundheitsangebote, Zahlungsdienste oder persönliche Interessen. Lege sie deshalb nicht in einem öffentlich erreichbaren Ordner ab. Prüfe bei digitalen Dokumenten die tatsächlichen Freigaben, bei Papier den Aufbewahrungsort. Für die gemeinsame Organisation kann eine reduzierte Kopie sinnvoll sein, die nur den jeweiligen Zweck enthält. Ein Angehöriger muss nicht automatisch alle deine Konten kennen. Lade das Inventar nicht ungeprüft in einen KI-Dienst oder eine fremde Organisationsapp.
Pflege an echte Veränderungen knüpfen
Aktualisiere einen Eintrag, wenn du die Anmeldeadresse änderst, ein Abo beendest oder einen neuen Dienst hinzufügst. Verwende einen einfachen Status wie aktiv, prüfen oder geschlossen. Bei geschlossenen Konten kann eine knappe Bestätigung mit Datum bleiben; Zugangsdaten gehören weiterhin nicht hinein. Behandle die Übersicht als Orientierung, nicht als Vollmacht oder rechtliche Nachlassregelung. Falls jemand deine Konten später verwalten soll, braucht es dafür passende Anbieterfunktionen und gegebenenfalls gesonderte Beratung. Beginne heute mit einem einzigen bisher unübersichtlichen Dienst.
Deine Checkliste
Die Häkchen dienen nur deiner Übersicht. Hier werden keine Eingaben an uns gesendet. Zum Aufbewahren kannst du die Seite über das Browsermenü drucken oder als PDF speichern.
Häufige Fragen
Ist eine Tabelle oder ein Notizbuch besser?
Wähle das Format, das du zuverlässig pflegst und privat aufbewahren kannst. Eine digitale Tabelle erleichtert Suche und Änderungen; Papier kann unabhängig vom gesperrten Konto erreichbar bleiben.
Soll ich jede kostenlose Anmeldung eintragen?
Priorisiere Konten mit wichtigen Daten, Zahlungen oder weiteren Zugängen. Ergänze andere Dienste, wenn du ihnen begegnest. Eine gepflegte kleine Liste hilft mehr als eine unübersichtliche, veraltete Vollsammlung.
Ersetzt die Liste einen Passwortmanager?
Nein. Das Inventar beschreibt deine Konten und Aufgaben. Ein Passwortmanager verwaltet Anmeldegeheimnisse. Beide Werkzeuge können sich ergänzen, haben aber unterschiedliche Zwecke und Schutzanforderungen.
Quellen und weiterführende Informationen
Primärquellen von Behörden, Verbraucherschutz und Anbietern. Eine Quelle kann in einer anderen Sprache vorliegen; massgeblich sind die Hinweise für deinen Dienst und deinen Wohnort.
- Google: Manage links with other appsQuellenstand:
- Google: Set up recovery optionsQuellenstand:



